OpenAI hat beschlossen, die Entwicklung eines „erotischen Modus“ für ChatGPT vorerst zu pausieren. Dies geschieht nach erheblicher Kritik sowohl von technologischen Überwachungsgruppen als auch von eigenen Mitarbeitern des Unternehmens.

OpenAI setzt Entwicklung der erotischen Funktion von ChatGPT auf Eis
Der vorgeschlagene „Erwachsenenmodus“ wurde erstmals im Oktober vom CEO Sam Altman erwähnt. Seitdem ist das Projekt Gegenstand intensiver Debatten. Im Januar wurde über eine hitzige Diskussion zwischen der Unternehmensleitung und dem Beratungsgremium berichtet, bei der ein Berater davor warnte, dass OpenAI einen „sexy Selbstmord-Coach“ entwickeln könnte. Dies führte zu mehrfachen Verzögerungen bei der Einführung der Funktion. Laut Financial Times gibt es für die erotische Funktion derzeit keinen Zeitplan für die Markteinführung. Ein Sprecher von OpenAI bestätigte gegenüber TechCrunch, dass das Unternehmen keine weiteren Informationen hinzufügen könne.
Der Erwachsenenmodus ist nur das jüngste Projekt, das OpenAI zurückstellt. Anfang dieser Woche wurde bekannt, dass das Unternehmen auch die Priorität für Instant Checkout, eine ChatGPT-Funktion, die den Chatbot zu einer Kaufplattform machen sollte, heruntersetzt. Zudem wurde Sora, ein KI-Video-Generator, nach Kritik an der Flut von minderwertigen Inhalten im Netz eingestellt. Diese Änderungen erfolgen, nachdem das Wall Street Journal über eine „große strategische Veränderung“ bei OpenAI berichtete, bei der das Unternehmen sich stärker auf Geschäftskunden und Entwickler konzentrieren möchte. Der Druck durch den Konkurrenten Anthropic, der mehrere Tools für Programmierung und Geschäftsanwendungen auf den Markt gebracht hat, könnte ebenfalls eine Rolle bei dieser Entscheidung gespielt haben.
Ausblick für den deutschen Markt
AIny kurze Einschätzung: Die Entscheidung von OpenAI, die Entwicklung des erotischen Modus zu pausieren, schafft Raum für eine stärkere Fokussierung auf geschäftsrelevante KI-Tools. Dies könnte die Position des Unternehmens auf dem wettbewerbsintensiven KI-Markt in Deutschland stärken, insbesondere angesichts des zunehmenden Drucks durch Wettbewerber wie Anthropic. Für deutsche Entwickler und Unternehmen bedeutet dies potenziell besser zugängliche und relevantere KI-Lösungen für den professionellen Einsatz.
Quelle: TechCrunch
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